SOAR, kurz für Security Orchestration, Automation, and Response, hat sich in den letzten zehn Jahren als entscheidendes Instrument für zahlreiche Unternehmen etabliert. Besonders kleine und mittlere Unternehmen profitieren von den Funktionen, die entweder von MSSPs oder spezialisierten SOAR-Anbietern bereitgestellt werden. Die Hauptprobleme für Unternehmen mit einem SOC sind die hohe Anzahl von Sicherheitswarnungen und der Mangel an qualifizierten Fachkräften im Bereich der Cybersicherheit. Da Sicherheitsvorfälle durchschnittlich sechs bis neun Monate unentdeckt bleiben und immense Kosten verursachen können, suchen Unternehmen nach kosteneffizienten Lösungen zur Verbesserung ihrer Sicherheitslage. SOAR zielt darauf ab, durch Technologiekonvergenz und Automatisierung sowohl SIEM- als auch andere Sicherheitstools zu ergänzen, um einen besseren Kontext und situatives Bewusstsein zu schaffen und die Reaktionsmöglichkeiten der SOC-Analysten zu erweitern. Die Hauptfunktionen von SOAR bestehen aus Sicherheitsorchestration, Sicherheitsautomatisierung und Sicherheitsreaktion. Die Implementierung von SOAR erfordert ein reifes SOC und eine breite Palette vorhandener Sicherheitstools. Zudem verwenden Unternehmen für die Automatisierung und Integration von SOAR Playbooks, die entweder vom Anbieter bereitgestellt oder intern entwickelt werden. SOAR kann den SOC-Betrieb auf vielfältige Weise verbessern, indem es die Qualität der Informationen erhöht, die Effizienz des SOC-Betriebs steigert, die Reaktion auf Vorfälle beschleunigt und die Berichterstattung sowie das Wissen des SOCs verbessert. Die Kombination von SOAR mit SIEM und XDR sowie der Einbezug von Bedrohungsdaten und automatisierten Reaktionen sorgt für eine umfassende Sicherheitsstrategie, die das SOC bei der Bewältigung immer komplexerer Cyberangriffe unterstützt.
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