Die schnelle Verfügbarkeit von Cloud-Diensten und die Just-in-Time-Bereitstellung virtueller Infrastruktur ermöglichen flexiblere, reaktionsschnellere und kostengünstigere Entwicklungen als klassische, eher statische IT. Gleichzeitig unterminiert diese Dynamik traditionelle Sicherheitsansätze, die von langlebigen Assets, planbaren Änderungen und periodischen Kontrollen (z. B. wöchentliche Scans, manuelle Rechteverwaltung, CMDB-gestützte Katalogisierung) ausgehen. In modernen Cloud- und DevOps-Umgebungen entstehen Ressourcen fortlaufend neu und verschwinden wieder; Risiken bleiben nicht nur (ungepatchte Schwachstellen), sondern erweitern sich um neue Angriffsflächen wie Serverless-Modelle, Fehlkonfigurationen in Cloud-Komponenten sowie übermäßige Privilegien von Identitäten und Infrastrukturbausteinen. DevOps beschleunigt Releases und kann Sicherheitsprüfungen verdrängen, wodurch Code- und Konfigurationsschwächen sowie unzureichend eingeschränkte Berechtigungen leichter ausnutzbar werden. Zusätzlich wird Notfallwiederherstellung oft vernachlässigt: Der Cloud-Anbieter stellt Dienstkontinuität sicher, der Mandant muss jedoch Daten und Anwendungen selbst sichern; Ransomware oder versehentliche Löschung bleiben Mandantenrisiken.
Als Lösung wird ein dynamisches Just-in-Time-Cybersicherheitsmanagement gefordert: automatische Erkennung, Katalogisierung und Überwachung neuer Ressourcen, präskriptive Policy-Kontrollen bei Erstellung sowie aufdeckende Kontrollen ohne agentenbasierte Eingriffe. Orca Security (gegründet 2018, HQ Portland, F&E Israel) adressiert dies mit einer agentenlosen „Zero-Touch“-Plattform auf Basis der patentangemeldeten SideScanning™-Technologie und einer Kontext-Engine, die Workload- und Cloud-Konfigurationsdaten zu einem einheitlichen Modell und einer visuellen Asset-Karte verbindet. Die Plattform konsolidiert mehrere Disziplinen (u. a. Schwachstellenmanagement, Workload-Schutz, CSPM, Compliance) für AWS, Azure und Google Cloud, integriert Drittanbieter-Workflows und priorisiert Risiken kontextbasiert. Grenzen bleiben: Fokus auf IaaS-Clouds, Scans nicht automatisch direkt bei Asset-Erstellung, und keine integrierte automatische Behebung.
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