SAP-Sicherheit und GRC gewinnen an Bedeutung, weil sich klassische SAP-Landschaften (z.B. ERP, HCM, BW) durch SAP HANA, Big Data und Cloud um eine zusätzliche technologische Säule erweitern. Für Unternehmen wird es zentral, ein angemessenes Sicherheits- und Konformitätsniveau über eine dynamische, heterogene Infrastruktur hinweg sicherzustellen: Neben regulatorischer Compliance rücken der Schutz geistigen Eigentums und hochsensibler Geschäftsdaten (insbesondere Kundeninformationen) in den Vordergrund. Eine tragfähige Sicherheitsstrategie muss deshalb weit über reine Access Governance hinausgehen und Audit/Fraud Management, Identity & Access Management sowie Risiko- und Prozessmanagement einschließen.
Konventionelle SAP-Sicherheit fokussiert Berechtigungen, Rollen, Workflows, Rezertifizierung, SoD-Regeln und das Least-Privilege-Prinzip. Der Text betont jedoch, dass SAP als komplexe Software-Infrastruktur auf System-, Netzwerk- und Anwendungsebene gehärtet werden muss: Betriebssystem-Basis, Zugriffsschutz im Netzwerk, konsequentes Patch- und Update-Management für SAP- und Drittkomponenten sowie Best-Practice-Konfigurationen, idealerweise werkzeuggestützt. Als besonders kritisch gelten das Erkennen und Verhindern von Informationslecks sowie die Echtzeit-Erkennung von Anomalien, ergänzt um zielgerichtete Benachrichtigungen und automatisierte Reaktionen.
Vor diesem Hintergrund wird die modulare SAST SUITE der akquinet AG beschrieben: eine integrierte GRC- und Security-Produktsuite mit drei Bereichen (Plattformsicherheit, Identitäts- und Benutzerzugriffsverwaltung, Security/Risk Intelligence). Sie unterstützt On-Premises- und Cloud-Szenarien sowie ERP und S/4HANA. Zu den Modulen zählen u.a. System Security Validation (über 4.000 Checks), Interface Management, ABAP-Code-Analyse und -Behebung, Passwort-Self-Service, SoD/Access Governance, Superuser- und HCM-Read-Access-Monitoring, Rollenoptimierung bis hin zu verhaltensbasierter automatischer Anpassung, Risk & Compliance Management sowie das Security Radar mit SIEM-Integration. Die Suite läuft im SAP-System in eigenem Namensraum, erfordert typischerweise keine Zusatzhardware und ist dreifach SAP-zertifiziert; Herausforderungen sind u.a. die begrenzte Präsenz außerhalb Europas und die nicht für alle Kunden passende In-System-Implementierung (alternativ Managed Service).
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