Digitale Identitäten sind für Unternehmen geschäftskritisch, zugleich aber ein zentraler Angriffsvektor. In vielen Organisationen fehlt ein IAM, das effiziente Prozesse (Vergabe und Entzug von Berechtigungen), Compliance-Anforderungen und die Reduzierung von Cyberrisiken gleichermaßen abdeckt. Die Folgen unzureichender IAM-Fähigkeiten reichen von Produktivitätsverlusten durch Passwort-Resets und falsche Berechtigungen über Daten- und Geheimnisverlust bis zu Reputationsschäden, Umsatzminderung und Betrug, bis hin zur unbeabsichtigten Rolle als Angriffsvektor innerhalb von Wertschöpfungsketten.
IAM hat sich von reiner Prävention (Authentifizierung, Autorisierung, Audit und Provisionierung) über Erkennung (Access Governance mit Business-Beteiligung und SIEM-Integration) hin zu Reaktion weiterentwickelt, ergänzt durch Access Analytics und Intelligence. Innerhalb dieser Landschaft wird Access Governance als besonders relevant hervorgehoben, da sie für gesetzliche Compliance essenziell ist und sowohl als Teil umfassender IGA-Suiten als auch als spezialisierte Lösung bereitgestellt werden kann.
Kleverware IAG ist eine spezialisierte Access-Governance-Lösung (gegründet 2005, Sitz Paris), die auf schnelle Einführbarkeit und die Durchsetzung von Least Privilege sowie SoD-Kontrollen in heterogenen Umgebungen abzielt, ohne Identity Provisioning bereitzustellen. Kernfunktionen sind eine konsolidierte Berechtigungssicht (inklusive komplexer Umgebungen wie Mainframes), Abgleich von beantragten vs. tatsächlich gewährten Rechten, Prüfung von Offboarding-Entzügen, aufgabenbezogene Berechtigungsvergleiche, SoD-Policy-Checks, Rezertifizierung sowie umfangreiches Compliance-Reporting. Technisch stützt sich die Lösung auf agentenlose Datenerfassung (CSV/LDAP u.a.), flexible Modellierung, leistungsfähige Korrelation, „Mutations Detection“ und ein In-Memory-basiertes Warehouse. Korrekturbedarfe werden über Integrationen z.B. an ServiceNow oder vorhandene Provisioning-Lösungen zurückgespielt. Stärken liegen in schlanken Reviews und hoher Daten-/Strukturflexibilität; Herausforderungen sind Herstellergröße, begrenztes Partner-Ökosystem, frühe SoD-Matrix und fehlendes Anforderungsmanagement (auf der Roadmap).
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