Im Zuge der digitalen Transformation steigen die Anforderungen an IT und Sicherheitsorganisationen: Neue Initiativen wie Digital Workplace, DevOps, Sicherheitsautomatisierung und IoT vergrößern die Angriffsfläche und führen zusätzliche digitale Risiken ein. Unternehmen müssen Sicherheitsrisiken neu bewerten und steuern, ohne den Betrieb zu unterbrechen, und Sicherheitsverantwortliche sollen die Sicherheitslage durch geeignete Kontrollen messbar verbessern. Privileged Access Management (PAM) wird als zentrale Kontrollgruppe beschrieben, weil privilegierte Zugriffe häufig uneingeschränkt und nur unzureichend überwacht sind, dem Prinzip des minimalen Privilegs widersprechen und individuelle Verantwortlichkeit erschweren.
Es werden zwei privilegierte Nutzergruppen unterschieden: Privileged Business Users mit Zugriff auf besonders sensible Daten sowie Privileged IT Users mit administrativem Zugriff auf Infrastruktur. Klassische IAM-Tools sind für Standardnutzer ausgelegt und decken privilegierte Szenarien wie Shared Accounts, Aktivitätsüberwachung und kontrollierte Privilegienerhöhung nicht ausreichend ab. PAM-Suites entwickeln sich daher von Kernfunktionen (Credential Vaulting, Passwortrotation, Privilegien-Delegation, Session-Management) hin zu Analytik privilegierter Nutzer, risikobasierter Sitzungsüberwachung und erweitertem Bedrohungsschutz.
BeyondTrust wird als etablierter Anbieter positioniert, dessen Password Safe als Flaggschiff für Shared Account Password Management inklusive Passwort-Tresor, Rotation, Self-Service-Workflows, Notfallzugriff („glass-break“) sowie Privileged Session Management dient. Es unterstützt zahlreiche Account-Typen (u. a. OS-, A2A-, Cloud-Accounts) und ersetzt hartcodierte Passwörter via API/CLI; Anwendungen werden dabei u. a. per PKI-Zertifikaten authentifiziert. Die Integration in die BeyondInsight-Plattform (inklusive Lizenz) erweitert Logging, Auditing, Reporting und Bedrohungsanalysen und kann mit Vulnerability Management risikobasierte Reaktionen wie Sitzungsbeendigung oder verstärkte Protokollierung auslösen. Stärken liegen in Reife, Integrationen, Partner-Ökosystem und hostzentrierter Granularität; Herausforderungen betreffen Integrationszyklen und teils zusätzliche Kosten für Bedrohungsanalyse über Vulnerability Management.
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