Cloud-Dienste wie Microsoft 365 und SharePoint ermöglichen schnelle Bereitstellung neuer Lösungen, flexible Skalierung und effiziente Zusammenarbeit, werden jedoch in hybriden IT-Landschaften zu einer besonderen Herausforderung für Sicherheit und Compliance. Da sich klare Grenzen zwischen On-Premises, Cloud und Multi-Cloud auflösen und der Informationsaustausch mit Partnern häufig über Cloud-Dienste und mobile Endgeräte erfolgt, reicht ein rein perimeter- oder endpoint-orientierter Schutz nicht mehr aus. Der Text beschreibt daher den Paradigmenwechsel hin zu datenzentrischer Sicherheit: Nicht primär Infrastrukturgrenzen, sondern die Daten selbst (die „Nutzlast“) stehen im Mittelpunkt. Dazu gehören Auffinden und Identifikation sensibler Informationen, Klassifizierung nach Geheimhaltungsstufen, Schutz über den gesamten Lebenszyklus mittels Verschlüsselung, Hashing und Zugriffskontrolle, Data Loss Prevention sowie Überwachung und Nachweisfähigkeit für Audits und Regulierungsbehörden. Gleichzeitig bleibt Benutzerfreundlichkeit entscheidend, damit Sicherheitsprozesse transparent wirken und Arbeitsabläufe nicht bremsen.
Als konkretes Produkt wird R&S® Trusted Gate von Rohde & Schwarz Cybersecurity vorgestellt. Die Lösung integriert sich in Kollaborations- und Cloud-Plattformen und arbeitet als Zwischenebene zum Speichersystem. In der Cloud verbleibt nur eine „virtuelle Datei“ mit wenigen Metadaten, während die eigentlichen Inhalte verschlüsselt, in „Chunks“ fragmentiert und über mehrere, frei wählbare Speichersysteme (On-Premises oder Software-defined Storage in Public Clouds) verteilt abgelegt werden. Zugriff und Entschlüsselung erfolgen kontrolliert über Trusted Gate, wodurch Organisationen Kontrolle über Schlüssel, Policies, Speicherorte, Zugriff und Audits behalten. Besondere Stärken sind Volltextsuche in verschlüsselten Dokumenten über einen geschützten Index, flexible Schlüsselverwaltung (inkl. eigener Schlüsselserver) sowie Kostenvorteile durch Speicherortsteuerung und Mandantentrennung. Als Herausforderungen werden die bislang begrenzte Marktsichtbarkeit und der Kommunikationsbedarf zusätzlicher Nutzenargumente genannt.
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