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Man könnte es auch anders formulieren: Jeder braucht Identity Management. Nur weiß es nicht jeder. Und vor allem ist vielen nicht klar, dass es sich bei dem, was sie brauchen, um Identity Management handelt. Grundsätzlich kann man schon einmal (mindestens) drei Gruppen unterscheiden: - IT-Verantwortliche in Unternehmen.
- Das Non-IT-Management in Unternehmen.
- Die Endanwender.
Diese Gruppen lassen sich weiter unterscheiden. Identity Management-Themen sind in der Unternehmens-IT beispielsweise für die Identity Management-Verantwortlichen, die IT-Sicherheit, die Anwendungsarchitekten oder die zuständigen Personen für Unternehmensportale – um nur einige zu nennen – interessant. Beim Non-IT-Management gibt es beispielsweise die Revision oder den Finanzbereich, der Compliance-Anforderungen umsetzen muss, das Top-Management mit dem Ziel der Governance oder den Vertrieb, der mit seinen CRM-Systemen ja einen der größten Identitätsspeicher des Unternehmens betreibt. Aus Sicht von Endbenutzern ist dagegen vor allem die eigene Identität interessant – sei es im Unternehmen, wo man meist mehr als eine solche Identität für die Authentifizierung benötigt oder sei es im Internet, wo man auch meist mit vielen Identitäten agiert. Schon an den genannten Interessensgruppen wird aber deutlich, dass die Treiber für das Identity Management und die verwendeten Begrifflichkeiten durchaus unterschiedlich sind. Das eigentliche Bindeglied ist die digitale Identität – von Mitarbeitern, von Kunden, von Geschäftspartnern. Ein CRM speichert Informationen über Kunden oder, genauer, eine digitale Repräsentation dieser Kunden. Identity Management wird aus Sicht von CRM immer wichtiger, um einerseits alle Identitätsdaten von Kunden zusammenfassen zu können und andererseits dem Kunden einen einfachen Zugang zu bieten. Dabei wird die Unterstützung von Technologien wie OpenID und CardSpace schnell an Bedeutung gewinnen. Man könnte nun von CRM-driven Identity Management sprechen, wenn man diesen Bereich betrachtet. Ein CRM-Businessverantwortlicher wird das Thema allerdings nicht als Identity Management-Thema begreifen. Er sieht es als eine Herausforderung im Umgang mit der digitalen Identität seiner Kunden. Wenn man über die Vorteile – eine einheitliche Sicht auf alle Informationen zum Kunden, einfacheren Zugang der Kunden zum Unternehmen und damit höhere Kundenbindung,… - spricht, wird er dieses Thema aber verstehen. Denn es ist ein wichtiges Thema für ihn. In gleicher Weise kann man die Relevanz des Identity Managements, die Treiber und die entstehenden Business Values auch für andere Stakeholder definieren. Dabei wird man manchmal eher technisch und mit dem Begriff des Identity Managements, manchmal aber auch wenig technisch und mit ganz anderen Begriffen operieren. Was bedeutet das in der Konsequenz? Um die Technologien des Identity Managements und um die digitalen Identitäten herum müssen spezifische Sichtweisen entwickelt werden, die aus Sicht der jeweiligen Stakeholder definiert sind. Das setzt voraus, dass man sowohl das Identity Management als auch die Business-Herausforderungen der jeweiligen Stakeholder versteht. Dann ist es gar nicht so schwierig, die Business-Treiber und Business-Values zu definieren – und damit auch Identity Management-Projekte voranzutreiben und die dafür erforderlichen Budgets zu gewinnen. Für wichtige Teilthemen wie CRM, Revision und so weiter werden wir dazu in den kommenden Monaten eine Serie von Reports erstellen.
Created: 26.06.07, modified: 27.06.07
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