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Die Akquisition von TruLogica durch HP ist aus unserer Sicht eine vollkommen logische Entwicklung. Denn alle führenden IT-Anbieter müssen sich für die Zukunft der IT fit machen. Und dort geht es nicht mehr nur um Technologie, sondern zunächst darum, dass die IT als Dienstleister Geschäftsprozesse schnell, flexibel und günstig umsetzen kann. HP spricht vom "Adaptive Enterprise", IBM von "On Demand". Für die großen Player im Markt - hier sind beispielsweise noch CA, Sun, aber auch Microsoft oder Novell zu nennen - ist es zwingend, sich als Lösungsanbieter und nicht mehr nur als Technologiespezialisten zu positionieren.
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Dazu gehört auf der einen Seite ein entsprechendes Lösungsangebot. Darunter muss sich aber auch die geeignete technische Basis finden. Diese basiert auf drei Säulen:
- Anwendungsinfrastruktur, also insbesondere die Application Server
- Prozessorientiertes Systemmanagement, das nicht mehr auf den Zustand des einzelnen Servers, sondern des gesamten Geschäftsprozess abhebt
- Identitätsmanagement, um mit einheitlichen, gemeinsam genutzten Identitäten über den gesamten Geschäftsprozess hinweg arbeiten zu können und damit die Anforderungen an Sicherheit und Überwachbarkeit (Auditing) erfüllen zu können
Das haben - die Akquisition von TruLogica durch HP macht das deutlich - mittlerweile alle großen Anbieter am Markt verstanden. Es macht aber auch die zentrale Rolle des Identitätsmanagements für die IT deutlich: Wer die digitalen Identitäten nicht beherrscht, wird es auch nicht schaffen, die an die IT gestellten Anforderungen bezüglich Flexibilität wie Kostenreduzierung zu beherrschen.
Das gilt übrigens nicht nur für digitale Identitäten von Personen, sondern auch von Gütern. Prozesse, die sich über verschiedene interne Anwendungen oder gar verschiedene Unternehmen erstrecken, lassen sich nur dann effizient umsetzen, wenn die digitalen Identitäten integriert genutzt werden können. Deshalb hat RFID in letzter Zeit so an Popularität gewonnen und deshalb kommen Federated Identities - also der gemeinsamen Nutzung von Informationen zu digitalen Identitäten über Unternehmensgrenzen hinweg - und Standards wie SAML so große Bedeutung zu.
Kuppinger Cole + Partner sehen daher die größte Herausforderung für Unternehmen heute darin, die Basis in den genannten Bereichen zu schaffen. Die größten Lücken finden sich dabei meistens beim Identitätsmanagement. Hier müssen heute die strategischen Konzepte geschaffen und die Leitlinien gesetzt werden, um Investitionen in die richtige Richtung zu lenken. Denn auch wenn es noch einige (oder etliche) Jahre dauern wird, bis die On Demand-IT wirklich Realität ist, muss man doch jetzt damit anfangen. Die Hersteller haben das mit ihren Akquisitionen gemacht, die Unternehmen müssen nachziehen, indem sie die Strategie der IT für die nächsten Jahre entsprechend der Anforderung, Geschäftsprozesse bestmöglich zu unterstützen, ausrichten.
Created: 31.03.04, modified: 07.10.04
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